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28.06.2010
AFCP Antrag genehmigt
Anfang Juni 2010 ist ein weiteres von der Leitstelle Kirchenburgen beantragtes Projekt genehmigt worden. Der US Ambassadors Fund for...
18.05.2010
Kooperationsprojekt in Mardisch
Im Juni 2010 starten die umfangreichen Sicherungsarbeiten an der Mardischer Kirchenburg. In einem Kooperationsprojekt zwischen der...
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Gefördert durch die Deutsche Gesellschaft für technische Zusammenarbeit (GTZ) GmbH im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)

Leitstelle Kirchenburgen

Die Leitstelle Kirchenburgen wurde im Mai 2007 als Projektbüro beim Landeskonsistorium der Evangelischen Kirche A.B. in Rumänien eingerichtet und in der Startphase durch das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) und durch die Deutsche Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ) GmbH gefördert.

Mit dem Aufbau der Leitstelle Kirchenburgen unternahm die Evangelische Kirche als Projektträger einen wichtigen Schritt zum Erhalt dieses in Europa einzigartigen kulturhistorischen und architektonischen Erbes. Zahlreiche Kirchenburgen befinden sich in einem schlechten, einige sogar in einem kritischen baulichen Zustand. Die häufig nur noch kleinen Gemeinden der Siebenbürger Sachsen sind trotz Unterstützung durch die Heimatortsgemeinden (HOGs) in Deutschland immer weniger in der Lage, ihre Kirchenburgen denkmalgerecht zu erhalten. Bedauerlicherweise gibt es Kirchenburgen, die durch keine Gemeinde mehr genutzt werden, was den Verfall der Gebäude beschleunigt. Um den drohenden Verlust historischer Bausubstanz abwenden zu können, fehlte es nicht nur an finanzieller Unterstützung, sondern auch an einem geeigneten Konzept, um zunächst einen weiteren Verfall der bedrohten Kirchenburgen zu stoppen.


WELCHE ARBEITSSCHWERPUNKTE HAT DIE LEITSTELLE KIRCHENBURGEN?

Die Leitstelle Kirchenburgen hat drei Arbeitsschwerpunkte:

  • die Vernetzung der verschiedenen Initiativen und Projekte rund um das Thema „Kirchenburgen“,
  • das „Dächerprogramm“ zu planen und umzusetzen sowie
  • Fördermittel für die Umsetzung der Maßnahmen einzuwerben.

Im Vordergrund der Arbeit stehen die baulichen Maßnahmen zur Sicherung gegen einen weiteren Verfall. Fragen zur Nach- bzw. Umnutzung und zu langfristigen Entwicklungsperspektiven sind zunächst nicht direkte Bestandteile des Sicherungsprogramms, denn mit der Durchführung zügiger und denkmalgerechter Reparaturmaßnahmen werden erst die Voraussetzungen geschaffen, um überhaupt mittel- bis langfristige Planungen zu ermöglichen.

Zur Vernetzung und Beratung der unterschiedlichen Projekte und Initiativen unternimmt die Leitstelle Kirchenburgen zurzeit folgende konkrete Schritte und Maßnahmen:

  • Aufbau einer Datenbank bezüglich dem baulichen Zustand und der Nutzung aller Kirchenburgen,
  • Durchführung von Workshops zur Information und Beteiligung von Fachleuten und am Thema interessierten Bürgern,
  • Erarbeitung von Leitfäden, technischen und informativen Materialien, um aus fachlicher und denkmalgerechter Sicht ein einheitliches Vorgehen der verschiedenen Akteure zu erreichen.
  • Aufbau eines Fachfreundeskreises aus dem In- und Ausland für die Einbringung von denkmalpflegerischem Wissen.

Bezüglich der baulichen Sicherung nimmt die Leitstelle Kirchenburgen folgende konkrete Aufgaben wahr:

  • Planung und Umsetzung eines Programms zur Instandsetzung von Dächern und Dachentwässerungen in fünf Kirchenbezirken. Im Falle von vorhandenen Schäden an der Gebäudefassade werden auch hier gezielt Maßnahmen für Schadensbehebungen eingeplant.
  • Hilfestellung und Beratung bei Anfragen aus den Kirchenbezirken, Gemeinden und HOGs bei der Planung und Umsetzung von Baumaßnahmen an Kirchenburgen.

Die Leitstelle Kirchenburgen bemüht sich um die Einwerbung externer Finanzmittel für die unterschiedlichen Aktivitäten, im Vordergrund der Finanzierung steht dabei das bauliche Sicherungsprogramm. Außerdem wurden EU-Fördermittel zur baulichen Sicherung bzw. zur Aufwertung der touristischen Infrastruktur beantragt.


Bisherige Ergebnisse

  • Einreichung eines Antrags auf EU-Förderung im Dezember 2008 für 18 Kirchenburgen in Siebenbürgen, mit dem Ziel diese Bauwerke als wichtigen Bestandteil der gesamten Kirchenburgenlandschaft langfristig zu erhalten. Dabei sollen die Kirchenburgen baulich aufgewertet werden und die Einzelziele zu einer für den Fremdenverkehr der Region "Centru" repräsentativen Gesamtheit vernetzt werden. Im August 2008 ist das Projekt durch die Regionale Entwicklungsagentur in Alba Iulia genehmigt worden. Damit kann die nächste Etappe der Erarbeitung von technischen Planungen in Angriff genommen werden. 
  • Die Durchführung eines Dachsicherungsprogramms im Kirchenbezirk Hermannstadt. Die Dächer an den meisten Kirchenburgen im Bezirk sind mittlerweile dicht und die Dachentwässerungen sind wieder funktionstüchtig. Direkt durch die Leitstelle wurden dabei die Maßnahmen an den Kirchenburgen in Agnetheln, Großscheuern, Gürteln, Kerz, Kirchberg, Neudorf, Rothberg, Tarteln, Thalheim und Zied geplant und durchgeführt.
  • Um den praktischen Ablauf des Sicherungsprogramms zu vereinfachen, wurde ein standardisiertes Planungsverfahren – eine sogenannte Kurzplanung – entwickelt. Sie vereinfachte die Schadensaufnahme vor Ort, die Abstimmung mit den Behörden (Denkmalamt) und mit den ausführenden Firmen. Dieses Instrument der Kurzplanung soll auch zukünftig zum Einsatz kommen.
  • Zurzeit wird in der Leitstelle die o.g. Datenbank aufgebaut.
  • Es wurden zwei Workshops durchgeführt, um mit den beteiligten Mitarbeiter aus den Kirchenverwaltungen, den Pfarrern sowie Vertretern von anderen Projekten, die sich mit Kirchenburgen beschäftigen, weitere Strategien und konkrete Planungsschritte abzustimmen.
  • Durch regelmäßige Veröffentlichungen in einschlägigen Zeitungen, sowie durch verschiedene Vorträge wurden die Leitstelle und ihre Aufgaben präsentiert.

GEMEINSAM DIE SIEBENBÜRGISCHEN KIRCHENBURGEN ERHALTEN!

Die Leitstelle Kirchenburgen nimmt Anfragen aus den Gemeinden für konkrete Unterstützungsbedarfe hinsichtlich baulicher Sicherungs-, Sanierungs- und Restaurierungsmaßnahmen an den Kirchenburgen auf. Die Nachfragen beziehen sich sowohl auf  eine technische Hilfestellung bei der Planung und Ausführung von baulichen Maßnahmen, als auch auf die Unterstützung bei der Einwerbung von finanziellen Mitteln zu deren Durchführung.

Wenn Sie sich für die siebenbürgischen Kirchenburgen interessieren und sich für die Bewahrung und den Erhalt dieser einmaligen Bauensemble einsetzen wollen, möchten wir Ihnen folgende Möglichkeiten vorschlagen:

  • Sie wollen mit einer finanziellen Spende die Durchführung von Baumaßnahmen ermöglichen? Nähere Informationen finden Sie im Kapitel „Spender gesucht!“
  • Sie können sich vorstellen für einen befristeten Zeitraum Pate einer ausgewählten Kirchenburg zu werden? Dann informieren sie sich dazu im Kapitel „Paten gesucht!“
  • Sie können die Leitstelle Kirchenburgen mit Ihren beruflichen Erfahrungen und Wissen unterstützen? Weitere Informationen finden Sie im Kapitel „Fachkräfte gesucht!“

Mit Ihrer Spende helfen Sie, die Kirchenburgen zu erhalten!     Im Kapitel "Spenden & Patenschaften" können Sie sich über konkrete Objekte und Maßnahmen informieren, für die eine finanzielle Unterstützung benötigt wird.

Leitstelle Kirchenburgen - Prokjektbüro beim Landeskonsistorium der Evangelischen Kirche A. B.     © 2007-2008